
Wenn bei 200 Sachen die Hinterachse unkontrolliert springt (Bericht von Heiko
Schäfer im UA)
Pink Power in grüner
Hölle gefordert (Bericht von Heiko Schäfer im
UA)
Die Meisterschale wieder im Taunus (Bericht von Heiko Schäfer im UA)
Mit einer Hand an der Meisterschaft (Bericht von Heiko Schäfer im
UA)
Pink Power Tagebuch zum 6. Lauf der RCN
(Jörg Ufer auf gruene-hoelle.de)
Pink
Power Tagebuch zum 5. Lauf der RCN (Jörg Ufer auf
gruene-hoelle.de)
Henrich/Schulten Halbzeitmeister in der "BMW Driving Experience"
Erster Tabellenführer in der "BMW Driving Experience"
24 Stunden-Rennen 2009
28.08.10
Zweiter Platz ist wie ein Sieg für Ludger HenrichNach Operation wieder wohlauf – „Mein größter Erfolg ist der über meine Krankheit“
Schmitten (sfä) Der fünfte Lauf zur Rundstrecken-Challenge-Nürburgring (RCN) endete für Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln) auf dem hervorragenden zweiten Platz in der Gruppe H bis zwei Liter Hubraum. Doch insbesondere für Henrich war das Ergebnis diesmal zweitrangig.
Mitte Juli hatte er sich nach der Diagnose Schilddrüsenkrebs einer Operation unterziehen müssen, die gut verlief. Nach einigen Tagen in der Strahlenklinik wurde Henrich entlassen. Sein erklärtes Ziel war die Teilnahme am fünften RCN-Lauf auf der 20,832 Kilometer langen Nordschleife im Opel Astra. Dieser war außer zwei defekten Manschetten an der Antriebswelle in tadellosem Zustand. Henrich fuhr wie üblich als Startfahrer, musste aber wegen Konditionsschwäche den Fahrerwechsel mit Schulten in die dritte Runde vorverlegen. „Ich wollte weder mich noch meine Kollegen unnötig gefährden. Länger hätte ich es ohnehin nicht ausgehalten.“ So der Opel-Pilot selbstkritisch. Nach dem Wechsel schätzte Schulten die vorgegebene Fahrzeit bis auf 17 Sekunden richtig ein, was aber 170 Strafsekunden ergab. Etwa zur Rennmitte kam der Westfale zum Tankstopp an die Box, wobei noch eine defekte Antriebswelle ausgetauscht wurde. Anschließend konnte Schulten die Rundenzeit in der „grünen Hölle“ bis auf 8:10 Minuten verbessern.
Im Ziel hatte der Astra von Pink Power Racing auf Rang zwei unter 31 Autos 1:23 Minuten Rückstand auf die Klassensieger und derzeitigen Tabellenführer Ulrich Kabel/Michael Schaufuß im BMW 320 is. „Die Strafpunkte machten uns einen Strich durch die Rechnung“, so Ludger Henrich. Der Schmittener, aktuell Gesamtelfter in der RCN, war dennoch zufrieden. „ Das Wichtigste war, wieder dabei zu sein, egal ob als Erster, Zweiter oder Zehnter. ich möchte damit auch anderen Menschen, die einen solchen Schicksalsschlag erlitten haben, deutlich machen, dass man aufstehen soll, wenn man am Boden liegt. Mein allergrößter Sieg war der über meine Krankheit.“
Gesamtsieger des Rennens wurde Stefan Kießling auf einer Corvette, der nach einem Jahr Rennpause ein erfolgreiches Comeback feierte.
Die schnelle Rückkehr auf die Rennstrecke war nach seiner Krankheit das erklärte Ziel von Ludger Henrich (rechts). Am Nürburgring schaffte er mit seinem Team den zweiten Platz in der Gruppe H.
26.06.10
Benzinpumpe legt Astra lahmAusfall von Pink Power am Nürburgring
NÜRBURG (sfä) Eine defekte Benzinpumpe verhinderte den dritten Sieg in Folge in der Klasse H 3 von Pink Power Racing beim „Nordeifelpokal“ als Lauf zur Rundstrecken- Challenge (RCN) auf der Nürburgring Nordschleife. Dabei begann trotz sommerlicher Hitze auf der 20, 832 Kilometer langen und als „grüne Hölle“ bekannten Strecke alles relativ vielversprechend für die amtierenden Meister Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln) im Opel Astra.
Kurz vor dem Start unter 150 Teams gegen 13. 30 Uhr bemerkte Startfahrer Henrich ein Geräusch an der Vorderachse. Zu einer genauen Analyse fehlte jedoch die Zeit und der Junior- Teamchef fuhr mit gemischten Gefühlen. „Das Klappern am Auto wurde zwar lauter, aber ich konnte gut einlenken“, meinte der Schmittener. Die gestiegene Wassertemperatur konnte der Opel- Pilot mit geringer Schaltdrehzahl um 7 000 U/min und ohne Windschatten fahren senken. Gegen 60 Grad Innentemperatur im Cockpit war er allerdings machtlos und fuhr auch gegen sich selbst. Dennoch konnte Henrich bis zur Halbzeit nach rund 80 Minuten 46 Sekunden Vorsprung vor den Klassenmitstreitern Kabel/Schaufuß im BMW 320 is gut machen. Beim Tankstop und Fahrerwechsel wurde das Vorderachsproblem gefunden, indem die Domlagerschrauben nachgezogen wurden. Doch die vermeintlich problemlose Fahrt dauerte nicht lange. Jürgen Schulten beklagte in seiner zweiten Rund Motoraussetzer und kam in die Box. Ursache war eine defekte Benzinpumpe und damit das erste Aus nach zwei Jahren in der RCN. Henrich war zwar enttäuscht, nahm es aber gelassen. „Ist zwar schlecht für die Meisterschaft, aber wir haben ja ein Streichresultat. Wenn wir in den verbleibenden fünf Rennen immer ins Ziel kommen, haben wir noch Chancen auf die Titelverteidigung“. Den Klassensieg holten sich diesmal Markus Schaufuß/Ulrich Kabel im BMW 320 is. In der Meisterschaft führt nun Sascha Gies im Honda Civic mit 37 Punkten. Ludger Henrich rutschte durch den Nuller mit 25, 62 Punkten auf Rang 42 ab.
Den Gesamtsieg beim Nordeifelpokal holte sich Michael Funke (Breuberg) im BMW GT, der mit 7, 31 Minuten einen neuen Rundenrekord für Fahrzeuge bis 3, 5 Liter Hubraum auf der Nordschleife aufstellte. Funke verwies damit das Porsche- Duo Jürgen Alzen/Gerald Schalk (Betzdorf/Wetter) als Sieger der ersten beiden Rennen auf Rang zwei.
22.04.10
Bis zur letzten Minute geschraubtEs ist doch immer wieder das Gleiche, Rennautos werden immer in der letzten Minute fertig. In den letzten Wochen waren wir an einem neuen Motor für unser Pünktchen beschäftigt. Da ich mir im Februar den Arm gebrochen hatte, ist uns wieder mal die Zeit davongelaufen, aber Dank der Unterstützung von meinem Team, haben wir es doch noch geschafft den neuen Motor fertig zu stellen. Da haben mal wieder alle Überstunden gerissen, teilweise bis in die Nacht hinein. Auf diesem Weg kann ich vielleicht mal ein kleines Dankeschön an Arno, Christoph und Maik schicken, auch mein Mitstreiter Jürgen hat Nachtschichten eingelegt. Dank der akribischen Feinarbeit Arnos und unserem genialen Elektronikpabst Frank Disselhoff, hat unser Motörchen jetzt an die 260 PS Leistung. Für den ersten Rennmotor ,den wir nach 15 Jahren gebaut haben, ein tolles Ergebnis. Außerdem hat Maik noch einen schön dezenten Heckspoiler gebastelt und Christoph die Datenaufzeichnung auf Vordermann gebracht.
Dann die schlechte Nachricht, Jürgen kann nicht fahren, Gewerbeschau, da muss er als Chef natürlich anwesend sein. Das geht ja gut los. Also am Samstag um 3 Uhr aufstehen (warum hab ich kein Hobby bei dem man ausschlafen kann?) und ab in die Eifel, aber erstmal Eis kratzen und Auto aufladen.
Um 8 Uhr sind wir ein kurzes Training gefahren um zu testen, ob das alles harmoniert und ich die Kurven der Nordschleife noch finde. Bei eisigen Temperaturen haben wir aber nach 3 Runden abgebrochen, da die Hinterreifen einfach keine Temperatur aufbauen wollten und ich das Auto nicht kaputt machen wollte.
Beim Rennen hat dann bei herrlichstem Wetter fast alles funktioniert, nur die Einstellung der hinteren Stossdämpfer war nicht ideal, denn die Hinterachse ist teilweise unkontrolliert gesprungen. In den ersten Runden war bei 160 Fahrzeugen teilweise Betrieb auf der Nordschleife wie auf der " Frankfurter Zeil " und dadurch die Rundenzeiten nicht ganz so schnell, aber die Mehrleistung war schon ganz gut spürbar. Auf der langen Döttinger Höhe konnte ich sogar an unserem Dauerrivalen Kabel/Schaufuss im BMW 320is vorbeifahren, was letztes Jahr nicht möglich war (der Ulli hat bestimmt geflucht) . An der Kuppe vorm Schwedenkreuz ist das Heck jetzt nicht mehr so lange in der Luft, also funktioniert auch der Heckspoiler. Wegen der Dämpfereinstellung hatte ich ab und zu mal kurze Herzstecker (und das in meinem Alter), denn z.B. in der Laudakurve wollten die Hinterreifen auf der Bodenwelle einfach keinen Kontakt mehr mit dem Asphalt haben, und damit hat die Hinterachse schlagartig versetzt, bei 180 Km/h kein besonderes Vergnügen. Trotzdem konnte ich bis zur Halbzeit schon einen Vorsprung von 1.47 Minuten auf den BMW rausfahren. Bei den Ansauggeräuschen hatte ich so richtig Spaß im Auto, dabei hab ich zwischendurch mal wieder vergessen die Uhr zu drücken. Dank Funkverbindung hat Christoph mich aber über die Linie gelotst und ich hab die Sollzeit doch noch geschafft (irgendwann bekomme ich doch noch Haue an der Box).Beim Tankstop haben wir die Stossdämpfereinstellung für die letzten 5 Sprintrunden wieder verändert, und es war auch weniger Betrieb auf der Strecke. in einer Sprintrunde habe ich den Hans-Rolf im M3 an Start/Ziel vorbeigelassen, bis zum Kesselchen konnte ich sogar dranbleiben, da hat mich dann einer abgewürgt und der BMW war weg. Die Rundenzeiten konnte ich bis auf 8.09 runterschrauben, was am Ende 3.31 Minuten Vorsprung auf Kabel/Schaufuss bedeutete. Für den Rolf im Golf (Weissenfels) freue ich mich für seine tollen 3.Platz.
Das war Klassensieg Nr. 54 in der RCN und somit die Tabellenführung, 2. Platz in der Wertungsgruppe H und 9. im Gesamtklassement. Der Motor rennt wie die Luzzi und beim nächsten Rennen ist Jürgen wieder dabei, Supi. Ich freue mich auf den nächsten Lauf im Rahmen des
24-Std-Rennens am 13. Mai.
17. 04.10
Wenn bei 200 Sachen die Hinterachse unkontrolliert springtLudger Henrich holt sich mit starken Nerven am Nürburgring überlegenen Klassensieg
SCHMITTEN (sfä) Unter für ihn ungewohnten Umständen feierte Ludger Henrich aus Schmitten/Arnoldshain von Pink Power Racing beim Auftakt zur Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) auf der 20,832 Kilometer langen Nordschleife seinen ersten Klassensieg der Saison. Ohne seinen Stammpartner Jürgen Schulten aus dem westfälischen Hamminkeln bei Moers, der aus beruflichen Gründen verhindert war, begann Henrich die Saison mit einem Klassensieg und der Tabellenführung. Als amtierender Meister mit Schulten zahlten sich für Solist Henrich die Optimierungen in der Winterpause am Opel Astra aus. So bekam das Auto einen neuen Rennmotor, den ersten neuen nach
15 Jahren, mit 260 PS. Ein neuer Heckspoiler sorgt jetzt für bessere Aerodynamik und die Datenaufzeichnung wurde auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht. Trotz aller Vorbereitung in der heimischen Werkstatt verlief beim Auftakt nicht alles nach Plan. Das Training am Samstagmorgen bei recht kühlen Temperaturen brach Henrich ab, weil die Hinterreifen kaum warm wurden.Gesteigerte Motorleistung
Im Rennen unter 163 Teams löste sich das Problem von selbst, doch die Einstellung der hinteren Stoßdämpfer war nicht ideal. Die Hinterachse sprang bei Tempo 200 teils unkontrolliert und verlor den Bodenkontakt, was dem Schmittener fahrerisch alles abverlangte. Die gestiegene Motorleistung war jedoch deutlich spürbar. Auf der langen Geraden der Döttinger Höhe war der Pink Power Astra schneller als die Kameraden Kabel/Schaufuss im BMW 320is, was vergangenes Jahr noch nicht gelang. Zur Halbzeit führte Henrich mit 1,47 Minuten Vorsprung in der Klasse vor dem BMW. Beim Tankstopp wurde die Stoßdämpfereinstellung für die letzten fünf Runden verändert und der Opel-Pilot schraubte die Rundenzeiten bis auf 8,09 Minuten herunter. Im Ziel konnte die Pink Power Truppe mit 3,31 Minuten vor Kabel/Schaufuss den 54. Klassensieg in der Serie herausholen und die Tabellenführung einnehmen.
In der Gesamtwertung wurde Henrich Neunter, in der verbesserten Gruppe H Zweiter. Den Gesamt sieg holten sich Jürgen Alzen/ Gerald Schalk (Wetter/Betzdorf) im Porsche 997. Der nächste RCN-Lauf findet am 13. Mai im Rahmenprogramm des 24-Stunden- Rennens am Nürburgring statt.
16.04.10
Pink Power in grüner Hölle gefordertAuftakt zur Rundstrecken Challenge Nürburgring - Henrich/Schulten wollen Titel verteidigen
SCHMITTEN (sfä) Beim Auftakt zur Rennstrecken Challenge Nürburgring (RCN) am Samstag, 17. April, schlüpfen Ludger Henrich/ Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln) im Opel Astra als Titelverteidiger in die Rolle der Gejagten.
Als amtierende Meister stellt sich das Fahrerduo von Pink Power Racing aus dem Schmittener Ortsteil Arnoldshain erneut der Herausforderung auf der Nordschleife des Nürburgrings, auch "grüner Hölle" genannt. Die 20,832 Kilometer lange Berg- und Talbahn im Herzen der Eifel hat von ihrer Faszination in den vergangenen Jahrzehnten nichts verloren. Die 33 Links- und 40 Rechtskurven, deren jeweiliger Charakter einmalig auf der Welt ist, sind eine Herauforderung für jeden Rennfahrer.
Trotz jahrelanger Erfahrung und damit verbundener Erfolge sowie Missgeschicke gilt das auch für Pink Power Racing. Die routinierte Mannschaft um Seniorteamchef Theo Henrich hat den Astra, auch "Pünktchen" genannt, in der Winterpause penibel für die anstehenden Strapazen vorbereitet. Doch standfeste Technik ist nur ein Teil des Erfolgs. Körperliche und geistige Fitness sind neben dem berühmten Quäntchen Glück und taktischem Geschick weitere Faktoren.
Ob Henrich/Schulten sich erneut als Serienklassensieger feiern lassen können, wird sich zeigen. In der vergangenen Saison ließen sie ihre Mitstreiter jedenfalls hinter sich. So wird die Frage nach dem Ziel für 2010 teamintern klar beantwortet: Der Titel soll verteidigt werden.
25.09.09
Die Meisterschale wieder im Taunus - Pink Power triumphiert am Nürburgring
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Sieg in der Rundstrecken Challenge, Widmung für verstorbenen Heinz Kilp, Vorbereitung auf 2010
NÜRBURGRING (sfä) Nach 2005 und 2007 konnte Pink Power Racing aus Schmitten-Arnoldshain am vergangenen Sonntag den dritten Gesamtsieg in der Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) feiern. Im Finale, der „Westfalen- Trophy“ des ADAC Ortsclubs MSC Bork, konnten Ludger Henrich/Jürgen Schulten im Opel Astra mit dem achten Klassensieg im achten Rennen den erneuten Erfolg perfekt machen.
Bei trockenen Bedingungen auf dem GP- Kurs und der Nordschleife hielt sich das Duo unter 161 Teams größtenteils aus Zweikämpfen heraus und vermied eine Überstrapazierung des Autos. Dabei trug der Astra die Startnummer 75, die des vor gut zwei Wochen beim vorletzten Lauf an einem Herzinfarkt erlegenen Heinz Kilp. Das Rennen wurde abgebrochen und mit halber Punktzahl gewertet. Der Kelkheimer war ein Freund und langjähriger Teampartner bei Pink Power. Im Ziel hatten Henrich/ Schulten trotz relativ zurückhaltender Fahrweise einen deutlichen Vorsprung von fast zwei Minuten auf die Klassenzweiten und Dauerrivalen Kabel/Schaufuss im BMW 320is. „Wir widmen diesen Erfolg Heinz Kilp“, meinte Henrich am Abend. Die penible und damit zeitaufwendige Vorbereitung des Astra hat sich somit ausgezahlt.
Nach dem Abschluss der erfolgreichen Saison laufen bei Pink Power die Vorbereitungen für 2010 bereits auf Hochtouren. Der RCN- Astra bekommt einen stärkeren Motor und verbesserte Aerodynamik. Nach einer schöpferischen Pause in der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) wird parallel an einem Opel Corsa OPC gebaut und entwickelt. Das 300-PS Auto soll Ende Januar einem ersten Test unterzogen werden.Bericht von Heiko Schäfer
05.09.2009
Mit einer Hand an der MeisterschaftSechster Klassensieg von Pink Power bei Rundstrecken- Challenge Nürburgring, Zwischenfall im Bereich „Eschbach/Brünnchen“
NÜRBURGRING (sfä) Nach dem sechsten Klassesieg in Folge ist der zweite Meistertitel nach 2007 in der Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) für das Pink Power Racing Team aus dem Schmittener Ortsteil Arnoldshain zwei Rennen vor Saisonende zum Greifen nahe. Das Fahrerduo Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln) sicherte sich mit dem „Pünktchen“ genannten Opel Astra den
200. Klassensieg auf dem Nürburgring seit 1991.Nach fünf Wochen Sommerpause stand der Astra aus dem Hochtaunuskreis mit einem überarbeiteten Fahrwerk und neuer Kupplung im Feld von 163 Autos des Rhein- Ruhr Rennens, organisiert vom ADAC Ortsclub AC Oberhausen, auf der 20, 832 Kilometer langen trockenen Nordschleife. Das Rennen verlief für Henrich/Schulten bis auf einen Zwischenfall im Bereich „Eschbach/Brünnchen“ ohne Probleme. Henrich wollte sich aussen an einem Ford Escort vorbei bremsen, blieb aber am Bremspedal hängen. Der Astra schlug in das Heck des Escort ein und drehte sich. „Das war`s dann mit der Meisterschaft“, kommentierte der Junior- Teamchef seine spontanen Gedanken nach dem Rennen. „Pünktchen“ stand jedoch mit laufendem Motor unversehrt in Fahrtrichtung. Bis auf geringen Blechschaden an beiden Autos konnte auch der Escort weiter fahren. Beim vorletzten Lauf am 10. Oktober reicht dem Pink Power Team ein dritter Klassenrang zum Meistertitel. Doch Henrich ist Realist. „Dazu müssen wir trotz unserer Erfolgsserie wieder ins Ziel kommen“. Gesamtsieger wurden Uwe Alzen/Gerald Schalk (Betzdorf/Wetter) im Porsche Turbo. Alzen stellte mit 6, 58 Minuten eine neue RCN- Bestzeit auf der Nordschleife auf.
Bericht von Heiko Schäfer
Pink Power Tagebuch (veröffentlich von Jörg Ufer auf gruene-hoelle.de)
Hi, ich bin´s wieder, der Langhaarige von Pink Power!
So langsam wird es spannend in der RCN-Meisterschaft und deswegen haben wir unser Auto zum sechsten Lauf noch mal genauer durchgecheckt als üblich. Irgendwas kam mir komisch vor beim Treten der Kupplung, war es ein Geräusch oder nicht? Lieber mal das Getriebe ausgebaut und siehe da, eine Tellerfeder war eingerissen. Mit neuer Kupplung und kleinen Veränderungen am Fahrwerk ging es dann am Freitag bei herrlichstem Wetter zum Ring. Jürgen hat unterwegs noch schnell ein paar Portraitfotos schiessen lassen, die Herren der grün-weissen Rennleitung meinten, es ging gerade noch so ohne Fahrverbot ab. Hätte er nicht gerade telefoniert, wäre er wohl wieder der "Schnellste" gewesen. Ja, so ist der Jürgen, kaum in der Eifel, gilt nur noch Vollgas.
Samstagmorgen - allerfeinstes Eifelwetter
Sollte es heute mal ohne Reifenwechsel gehen? Maik und Christoph haben die Regenpneus trotzdem fertig gemacht. Zwischendurch hat Frank Disselhoff noch mal unter die Haube geguckt und sein OK gegeben, wir können loslegen (der kümmert sich wirklich um seine Kunden).
Setzzeitrunde : tatsächlich, alles trocken
1. Sprintrunde : leider viel Verkehr, 8:28.
2. Sprint : da kommt doch so ein M3 von hinten und fährt auf der Döttinger einfach so vorbei (kann denn Hubraum Sünde sein?).
Hinterher, Zeit 8:19, jetzt geht´s vorwärts. Wir hetzen über die Nordschleife, überholen uns gegenseitig, er gibt alles, denn beim Bremsen qualmt es ab und an mal aus den Radkästen, ich denk mir: ABS schont nicht nur die Nerven, sondern auch die Vorderreifen. Auf der Döttinger Höhe ist er einfach wieder vorbei (ich will mit...), Rundenzeit 8:14. Ich muss Euch sagen, so ein M3 E 30 ist ein wunderschönes Auto, und wenn er so bewegt wird, wie der von Reuter/Selbach, da hast Du Spass beim Zugucken.
Aber wir fahren hier ja auch Rennen, also Gas geben und nicht einschlafen. Irgendwo auf der Nordschleife, komme ich am BMW vorbei, im Wippermannn laufe ich auf den Escort von Jörg Weber auf, über Eschbach will ich mich außen vorbeibremsen, da passiert es: runter vom Gas und bremsen, bleibe dabei aber ganz kurz am Bremspedal hängen und es rumpelt auch schon.
Pünktchen spielt Karussell mit mir, wir drehen uns, Sch..., das war die Meisterschaft, denke ich, dann auch noch quer über den Abweiser, bitte, bitte nicht umfallen. Pünktchen hört auf mich und bleibt in Fahrtrichtung auf dem Asphalt stehen, Motor läuft, Gang rein und weiter geht´s. Da fährt der M3 vorbei, tolle Wurst, Auto funktioniert, der arme Jörg kann auch weiterfahren, sorry sorry, hab ihm ganz schön den Kofferraum verbogen. Sorry Pünktchen, hab dir auch wehgetan. Zeit: 8.31 - trotz Dreher, mmmh, das wäre an die 8:10 gegangen.
Beim Tankstop kurz das Auto gecheckt, alles klaro. Nein, Maik und Christoph, keine Reifen wechseln (hoffentlich verlernen die zwei das nicht). Jürgen ins Auto, kannst ruhig Gas geben, hier wird nicht geblitzt. Er fährt 8:20, 8:21, 8:21, 8:14 und 8:15, der hat einfach nur Spass.
200. Klassensieg am Nürburgring
Es hat gereicht für unseren 200. Klassensieg am Nürburgring (200, was für eine Zahl, ist ja der Hammer), damit haben wir eine Hand an der Meisterschale und wir werden hart arbeiten, sie nicht mehr loszulassen. Uli und Markus werden 2. trotz Problemen mit dem neuen Fahrwerk, Heinz hat ein paar Teile seiner Antriebswelle am Calibra verloren, Schade.
Etwas Betrübliches hab ich noch aufgeschnappt: ein Urgestein der Nordschleife hört auf Rennen zu Fahren: Matthias Bungard. Den kenne ich schon seit mein Vater 1970 noch Rennen gefahren ist. Der hat irgendwo an der Nordschleife mal sein Auto weggeschmissen, steigt aus dem Auto, sieht ein hübsches Mädel am Zaun, zieht ein Blümchen aus dem Gras und überreicht es der Dame mit den Worten: "so pflücken wir Rennfahrer Blumen". Ein Gentleman und Sportsmann durch und durch, ich ziehe ganz tief meinen Hut vor ihm.
So, jetzt erstmal Pünktchen reparieren, und drückt uns bitte mal einen Daumen für die letzten beiden Rennen, Danke.
"Auch wir sind Opel"
Ludger von Pink Power
19.07.2009
Pink Power Tagebuch (veröffentlich von Jörg Ufer auf gruene-hoelle.de)
Gude wie
Gude ist hessisch und bedeutet: "Hallo, wie geht es Euch?" Aber wir Hessen sind meist redefaul, deshalb kurz und knackig "Gude". Ich möchte Euch mal ein paar Eindrücke und die Leiden eines Rennfahrers vom fünften Lauf der BMW DE Challenge (ehemals CHC, jetzt RCN) näher bringen.
Einige von Euch kennen uns sogar, wir sind das Pink Power Team und ich bin der Ludger (Kiko). Nach dem gemütlichen Abend letzte Woche beim Harosa Sommerfest in Alpenrod (das haben die Salzers und die Trimborns wieder klasse gemacht, Danke), fuhren wir gut gelaunt zum 5.Lauf zu unserer zweiten Heimat, der geliebten Nordschleife.
Nachdem Pünktchen - so heißt unser Astra - beim letzten Rennen ab der Tankpause ein wenig Öldruckprobleme hatte, ist klar, Lagerschaden, Herztransplantation, wieder keine Freizeit (immer das Gleiche wenn diese blöde rote Lampe angeht), hofften wir endlich mal ein Rennen im Trockenen fahren zu können. Das sah morgens auch noch ganz gut aus, aber kurz vor der Fahrerbesprechung hat sich der Eifelwettergott anders entschieden.
Also wieder mal die Reifen mit Profil draufmachen, unsere Mechaniker bekommen bald ne Gummiallergie... Ich hab ja nix gegen Wasser, aber immer dann haste keine Jacke an, keinen Hut auf und die Suppe läuft dir den Rücken runter bis zum... Zum Glück schnell ins Auto und ab geht die Luzzi.
Setzzeitrunde, na das wäre ja auch mit Slicks gegangen, kaum noch Wasser und schon trockene Stellen auf dem Asphalt.
Setzzeitrunde, Sprintrunde, Bestätigungsrunde
Setzzeitrunde, na das wäre ja auch mit Slicks gegangen, kaum noch Wasser und schon trockene Stellen auf dem Asphalt.
1. Sprintrunde, es wird trocken, die armen Regenreifen, aber der Herr Michelin muss ja auch von was leben.
2. Sprintrunde, oh je die 3fach Rechts vor Wehrseifen geht schon a bisserl quer.
3. Sprintrunde, Reifen schonen, am Pflanzgarten lauf ich auf den Wachsmuth-Golf auf, na mal kucken was geht, Döttinger Höhe, uiiih, der Kasten geht aber, kann mich gerade so im Windschatten dranhalten.
4. Sprintrunde, Hatzenbach, Flugplatz, ja, der Udo kann auch Gas geben. Metzgesfeld Verkehr vor uns, Kallenhard zwänge ich mich innen vorbei, etwas quer die 3-fach rechts angebremst, uuppssss, kurzer Herzstecher, ich glaub der linke Hinterreifen ist hin, boah ey, atmen nicht vergessen, Breidscheider Brücke, was macht der rechte Hinterreifen? "Jaa der lebt noch?". Bis Bergwerk kann ich nen kleinen Abstand rausfahren, im Kesselchen hab ich den Golf wieder groß im Rückspiegel (kann denn Leistung Sünde sein?). Im Paarflug durchs Brünnchen, mmmh, der klebt mir am Hintern. Pflanzgarten, wieder Autos vor uns, 2. Sprungkuppe komm ich vorbei aber der linke Hinterreifen? Die Rattersteine retten mich, schnell weiteratmen, Schwalbenschwanz, schön Vorsprung gehalten, Galgenkopf, oh Mann, schon wieder rechts rum, uaahh, hab ich überhaupt noch nen Reifen hinten links? Geschafft, Döttinger Höhe, warum schwitz ich so?
Der Golf ist wieder dran, Antoniusbuche, wieder rechts rum, meine Reifen... Schikane anbremsen, sehe Udo nicht im Rückspiegel, also links bleiben, da isser ja, beinahe nebeneinander über die Ziellinie. Diese Runde war n Knaller für uns Adrenalinjunkies, genau deswegen fahr ich Autorennen, so mit einem Kollegen zu kämpfen, hart aber fair, geilooo.
Jetzt noch die Bestätigungsrunde, in der Hatzenbach fällt es mir auf, hab die Uhr wieder nur einmal gedrückt, ich Depp, genau wie letztes Mal. Also wieder Zeit schätzen, an der neuen Einfahrt merke ich: viel zu spät, Pedal to the Metal und hoffen, Ziellinie, oh je, mindestens 20 Sekunden zu spät, das gibt Haue an der Box. Ich könnt mir in den Hintern beißen, die Schimpfwörter kann ich leider nicht aus dem Hessischen übersetzen...
An der Box erstmal Slicks drauf (haben die schon die Allergie?), Jürgen ins Auto und losgeschickt, noch den Kabels und dem Heinz beim Reifenwechsel geholfen und dann mal hören. Die Box hat 21 Sekunden gemessen, ich verzieh mich erstmal auf nen Glimmstengel. Auf der Tribüne denke ich "lass es doch noch mal gaaanz kurz regnen", da ist der Jürgen in seinem Element (da stellt sich mir immer wieder die Frage, wie macht der das im Regen?) Jürgen fährt 8.17, 8.17, 8.13 und es beginnt zu tröpfeln, jippieh, aber reicht das? Jetzt ne 9.17, aha, es regnet auch draussen, letzte Runde ne 8.41, schön.
21 Sekunden, wie passiert so was? Brauch ich ne neue Brille? War der Jim Beam gestern Abend schlecht? Nee, vor lauter Spaß beim Kampf mit Udo, hab ich einfach vergessen, die Uhr zweimal zu drücken.
Wir warten auf die Ergebnisliste, Christoph sagt, wir sind auf 1, geht doch gar nicht, muss selbst gucken. Tatsächlich erster trotz 210 Strafsekunden. Wie das? Udo ist ausgefallen, Antriebswelle, Heinz hatte Motorprobleme, Marcus im Manta hat nen Kabelbruch, und der BMW von Uli und Markus? Der Rainman hat zugeschlagen und alleine in der Regenrunde über eine Minute gut gemacht.
Fazit
Klasse gewonnen, mein 50. RCN-Sieg, Meisterschaftsführung ausgebaut. Arno würde sagen "Schwein gehabt beim Schlachten". Ach ja, wegen der 21 Sekunden hab ich inzwischen nen Stapel Haftnotizen bekommen (steht Stoppuhr drücken drauf) und gute Tipps, wie z.B. "nimm doch deine Küchenuhr mit nachdem du beim Augenarzt warst".
Zuhause angekommen werde ich von Claudi und den Hunden begrüßt, trotz der 21 Sekunden, und ich werde auch nicht von der Weihnachtsgeschenkliste gestrichen.
Wie sagt Arno immer? "Alles wird gut".
Ich mach mich jetzt vom Acker, bis nächstes Mal.
"Wir sind Opel"
Ludger von Pink Power
20.06.2009
Henrich/Schulten Halbzeitmeister in der "BMW Driving Experience"
Beim vierten Lauf der "BMW Driving Experience"-Challenge gab es wegen des teilweise sehr starken Regens sehr viele Kaltverformungen und Dreher auf der Nordschleife.
Für das Pink Power Team war es trotzdem ein erfolgreiches Wochenende. Ludger Henrich und Jürgen Schulten konnten sich neben dem Klassensieg in der Klasse H3, der mit 38 Teilnehmern stärksten Klasse und dem Gruppensieg in der Gruppe H, auch noch über den dritten Gesamtrang freuen. Jürgen Schulten:" Das war genau unser Wetter.". Ludger Henrich:" Heute wäre sogar der Gesamtsieg möglich gewesen, aber leider habe ich in einer Sollzeitrunde 30 Strafsekunden gefangen. Dadurch hatten wir am Ende 25 Sekunden Rückstand auf den Alzen-Porsche." Seine Enttäuschung währte aber nur kurz.
Denn mit dem zweiten Platz von Heinz Kilp, langjähriger Partner von Ludger Henrich in der VLN, auf dem Opel Calibra konnte das Pink Power Taunus Racing Team einen Doppelsieg in der Klasse H3 feiern.
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26.04.09
Erster Tabellenführer in der "BMW Driving Experience"Zwei Tage vor dem Saisonauftakt in der BMW Driving Experience wurde der wiederaufgebaute "Pünktchen" Opel F-Astra erst fertig. Die Erwartungen im Team waren gemischt. Ludger Henrich:" Wir wissen noch nicht, wo wir mit unserem Pünktchen in dieser sehr starken Klasse stehen." Dementsprechend groß war die Freude nach dem Rennen über den ersten Klassensieg in der Saison 2009. Insgesamt war es der 101. (Ludger Henrich) bzw. der 90. Klassensieg (Jürgen Schulten), erzielt in der VLN, CHC und beim 24h Rennen. Jürgen Schulten:" Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht, das Auto lief hervorragend." Damit übernahm das Pink Power Taunus Racing Team die erste Tabellenführung der Saison.